„Lieber Weihnachtsmann, dieses Jahr wünsche ich mir…“ Lang, lang ist es her, wo Kinder noch eifrig an den Weihnachtsmann geschrieben haben und Eltern nur Punkt für Punkt die Weihnachtswunschliste für strahlende Kinderaugen abarbeiten mussten. Und auch wenn es hier und dort noch Wunschlistenschreiber geben wird, gehört Schenken nach Wunschzettel doch mehr und mehr der Vergangenheit an. Wer heute nach dem passenden Geschenk sucht, lässt sich vor allem im Geschäft oder mehr noch in Online-Shops inspirieren. Für Web-Händler kann diese Entwicklung äußerst attraktiv werden.

Web-Händler: Jetzt schon an Weihnachten denken!

Mit Beginn der kalten Jahreszeit im Oktober/November startet für Händler die wichtigste Zeit des Jahres: Das Weihnachtsgeschäfts. Dieses Jahr beauftragte Google Analysten von TNS Infratest, das Kaufverhalten zur Weihnachtszeit zu untersuchen. Befragt wurden dabei mehr als 2500 Nutzer, die regelmäßig online nach Weihnachtsgeschenken suchen. Aufbauend auf den Ergebnissen wurden fünf Tipps speziell für Web-Händler formuliert, wie das Weihnachtsgeschäft 2015 angekurbelt werden kann.

1. Der frühe Vogel fängt den Wurm: Angebote jetzt machen!

Bereits im Oktober fangen die ersten Kunden an, gezielt nach passenden Angeboten und Schnäppchen zu suchen. Händler sollten also bereits jetzt entsprechende Aktionen planen, Informationen liefern und das eigene Angebot attraktiv gestalten. Laut Studie beginnen bereits Anfang Herbst 17 Prozent der Befragten nach Geschenken zu suchen; im November beginnen damit 23 Prozent und Anfang Dezember fallen die meisten Kaufentscheidung.

2. Mobile Shopping wird zum Obligatorium

Der Siegeszug mobiler Shoppingerlebnisse wird auch 2015 einen bedeutenden Anteil am Weihnachtsgeschäft haben, sind sich die Analysten sicher. Betreiber von Online-Shops sollten daher sicher gehen, dass ihre Webseiten auch für Smartphone und Tablet gerüstet ist. Dass dies kein unerheblicher Einwand ist, verdeutlichen die Angaben der Befragten Smartphone-User der Studie: Demnach gaben 55 Prozent an, Probleme während der Suche nach Weihnachtsgeschenken zu haben, Am häufigsten wurden dabei lange Wartezeiten (25 Prozent) sowie ein unattraktives Shoppingerlebnis aufgrund mangelnder Optimierung der Webseiten genannt (21 Prozent). Interessant ist dieser Punkt vor allem, da mittlerweile fast 20 Prozent der Online-Suchenden für die Geschenksuche mobile Lösungen nutzen. In der Kategorie der unter 24-Jährigen sind es sogar mehr als 50 Prozent. Zudem schließt fast jeder Dritte Nutzer seinen Suchvorgang auch erfolgreich mit einem Kauf ab. Hier entwickelt sich für Web-Händler also wahres Potential.

3. Optimale Lieferbedingungen können den Unterschied machen

Auch wenn man sich jedes Jahr aufs Neue vornimmt, rechtzeitig mit dem Geschenkekauf zu beginnen, brechen doch regelmäßig Kunden in Panik aus, wenn die bestellten Artikel vorm dem 24.12. noch nicht geliefert wurden. Händler wie Amazon geben daher bereits seit einigen Jahres „Deadlines“ bekannt, bis zu welchem Zeitpunkt bestellt werden muss, um eine pünktliche Lieferung zu garantieren. Kleinere Web-Händler können hier punkten, wenn sie die Lieferbedingungen entsprechend der Kundenwünsche anpassen. Häufig sind die nämlich ausschlaggebend für den Kauf bei genau diesem Händler. Wenn das Angebot gleich ist, entscheiden die Randfaktoren. Entfall der Versandkosten (24 Prozent), unkomplizierte Rückgabeabwicklungen und schnelle Lieferzeiten (19 Prozent) sind Kunden sogar wichtiger als Rabattaktionen (15 Prozent) oder Gutscheine (10 Prozent).

4. Ohne SEO geht es nicht

Vielleicht doch. Aber die Optimierung des eigenen Suchmaschinenrankings stellt nach wie vor eine der wichtigsten Weichen im Kampf ums „Finden und Gefunden werden“. So zeigen die Studienergebnisse, dass jeder zweite User über Google-Search und co. auf Geschenkefang geht; lediglich 28 Prozent gehen direkt auf eine Webseite oder nutzen entsprechende Apps der Händler. Gehen Sie also sicher, dass Sie mit SEO und SEM-Maßnahmen die Auffindbarkeit Ihres Shops gewährleisten.

5. Setzen Sie auf lokale Services

Last but not least: Setzen Sie auf lokale Services und Apps, denn 11 Prozent der befragten Weihnachtsshopper nutzen im Zuge ihrer Suche lokale Online-Dienste wie Online-Maps oder lokale Apps. Dabei fallen wieder einmal die unter 24-jährigen auf, bei denen es fast doppelt so viele sind. Stationäre Händler können mit lokalen Produktanzeigen, SEO-Optimierung für ihre Geschäfte oder mit der immer beliebter werdenden „Click-to-Call“-Funktion punkten.

Autor: M. Fett