Marken und Unternehmen müssen ständig den sich verändernden Anforderungen von Markt und Gesellschaft gerecht werden. Kontinuierliche Weiterentwicklung von Angeboten, von Produkten und Dienstleistungen gehören ebenso dazu wie die ressourcenorientierte Förderung des eigenen Personals. Potenzialanalysen liefern strukturierte Informationen zu Fragen nach Stärken, Schwächen und Fähigkeit von Mitarbeitern, Produktivität und Marktstellung in Betrieben.

Potenzialanalyse – Innovationen sichern den Unternehmenserfolg

Maßnahmen, welcher der sogenannten Potentialanalyse eines Unternehmens beziehungsweise seiner Mitarbeiter zugeschrieben werden, können wertvolle Ressourcen aufdecken. Ressourcen, von denen die meisten Arbeitnehmer oft nur eine schwache Ahnung haben. Dennoch werden Potenzialanalysen hierzulande viel zu selten eingesetzt. Sei es im strategischen Management oder im Personalmanagement – die Vorteile etwa für das Selbstbewusstsein (junger oder neuer) Mitarbeiter werden unterschätzt. Nüchtern betrachtet handelt es sich bei einer Potenzialanalyse um eine Maßnahme zur Ergründung von (latent vorhandenen) Fähigkeiten und Stärken eines Menschen, in diesem Falle von Mitarbeitern eines Unternehmens. Auf Firmenebene wird die Analyse eingesetzt, um etwa durch Benchmarking die Produktivität und Marktstellung (=Potential) der Firma zu überprüfen.

Wichtig und notwendig? Ein unbedingtes Ja!

„Arbeitnehmer werden zunehmend anspruchsvoller. Sie haben Ansprüche an ihre Arbeit, ans Unternehmen und an ihren Arbeitgeber. Eine dauerhafte Unterforderung etwa ist Gift für jede Mitarbeitermotivation. Eine Potenzialanalyse bietet Unternehmen hier ein einfaches und genaues Instrument zur Messung von Stärken, Schwächen und der Motivation des Personals.“ Oliver Marquardt

Auch wenn Oliver Marquardt von Hause aus kein Personaler ist, weiß er um die Bedeutung des strategischen Mitarbeitermanagements. Ein Unternehmen kann dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn seine Mitarbeiter motiviert und leistungsbereit sind. „Es gibt leider viel zu viele Betriebe, die es mit der Mitarbeitermotivation nicht allzu ernst meinen“, weiß der Marketingstratege aus eigener Erfahrung. „Wenn das Können und die Ziele von Arbeitnehmern nicht mit den Gegebenheiten im Unternehmen zusammenpassen, wenn sie unter- oder überfordert werden, schadet das beiden Seiten. Mitarbeiter werden demotiviert, resignieren, werden häufiger krank oder kündigen. Kein Unternehmen kann sich hohe Fluktuationszahlen auf Dauer leisten. Dies bedeutet Einschnitte in Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.“

Potentialanalyse ermöglicht eine wertebasierte Personalführung und effektive Innovationspraxis

Angebote für Unternehmen gibt es viele. Die „Initiative Neue Qualität Arbeit“ der Offensive Mittelstand etwa hat eine Art Checkliste für mittelständische Unternehmen erarbeitet, mit deren Hilfe die Unternehmen verstecktes Potential im eigenen Haus aufdecken können. Anregungen zur Förderung von wichtigen Innovationsprozessen werden genauso geboten wie grundlegende Ideen zur Unterstützung von ressourcenorientierter Personalführung. „Zu erkennen, was meine Mitarbeiter in der Lage sind, zu leisten, sie zu motivieren und damit nachhaltig ans Unternehmen zu binden, sind die Grundsäulen einer wertebasierten Personalführung“, meint auch Oliver Marquardt. Teil seiner Arbeit zur Entwicklung und Etablierung starker Markenkonzepte ist die Erarbeitung solcher wert-vollen Führungsstile.

„Wertschätzung, Anerkennung, Würde und gegenseitiger Respekt sind vielfach genauso stark wie ein hohes Gehalt. Mehr noch: Sie schaffen etwas, was Geld nicht schafft – sie binden Mitarbeiter aus eigenem Antrieb ans Unternehmen. Sie motivieren nachhaltig, sind krisenfest und machen aus ihnen sogenannte Markenbotschafter“.

Starke Marken dank Potentialanalysen

Solche Markenbotschafter haben einen entscheidenden Vorteil für Unternehmen: Sie verkörpern das Unternehmen und seine Marke, anstatt nur für sie zu arbeiten. „Das macht Unternehmen stark. In Zeiten, in denen qualifizierte Arbeitskräfte Mangelware sind, sind Markenbotschafter ein wertvolles Gut. Unternehmen, die langfristig denken, haben das erkannt. Sie zeichnen sich durch überdauernde Werte und einen starken Markenkern aus. Zu Beginn ihres Erfolgs stand eine genaue Potentialanalyse, um Schwachstellen zu korrigieren und die wichtigsten Stellen mit den passenden Mitarbeitern zu besetzen.“ Nach Oliver Marquardt macht der Wert eines erfolgreichen Unternehmens seine Marke aus. Starke Marken zeichnen sich durch motivierte Mitarbeiter aus, deren Fähigkeiten genau zu ihren Aufgaben passen und daher anspornen, statt zu resignieren. „Potentialanalysen sind Bestandteil zielführender Employer Brandings. Starke Marken haben das erkannt, nutzen sie und haben dadurch einen Vorteil.“

Potentialanalysen helfen also, Beschäftigte zu motivieren und an Marken zu binden. Unmittelbar spürbar für den Erfolg und die Innovationsstärke eines Betriebs wird dies, wenn die Beschäftigten dazu ermutigt werden, ihre Ideen etwa in die Entwicklung neuer Produktionsprozesse oder Waren einzubringen. Eine fundierte Potentialanalyse hilft Unternehmen ebenso, ihre Wahrnehmung für die eigene Marktstellung und mögliche Marktchancen neuer Produkte und Dienstleistungen zu schärfen. Innovative Möglichkeiten werden systematischer genutzt. Eine Potenzialanalyse beschreibt die effektive Innovationspraxis erfolgreicher Firmen.

Weiterführende Links und Quellen

1. Potenzialanalyse. Der Weg zum beruflichen Erfolg
2. Qualitätsstandards des BMBF zur Durchführung von Potenzialanalysen
3. Offensive Mittestand
4. Potenzialanalyse greifbar gemacht: Die Vor- und Nachbereitung