Social Signals“ gelten in der Welt von SEO und Online-Marketing als Trumpf eines jeden Beitrags. Likes auf Facebook oder +1 von Google+: Ob ein Post gut war oder bei durchgefallen ist, wollen Marketer gern mithilfe der „sozialen Signale“ erkennen.

Doch sind Social Signals überhaupt das Wundermittel, als welche sie angepriesen werden? Oder handelt es sich bei Social Signals lediglich um überschätzte Indikatoren, die leichtfertig vergeben und deshalb nur eine geringe Aussagekraft besitzen?

Social Signals und das Google-Ranking

Unabhängig von der Frage, wie sie zustande kommen, könnte man auf die Idee kommen, dass sie einen mitunter großen Einfluss auf das eigene Google-Ranking haben. Der Gedanke ist an sich logisch: Viele Likes und Shares = große Reichweite. Kommentare und Aktivitäten halten eine Website am Leben. Neben dem Besucherzählen zeigen sie an, wie oft die Seite besucht wird, sich zu Beiträgen und Posts äußert und so den gebotenen Content gelesen hat. Trotzdem bleiben Zweifel. Ist ein Daumen auf Facebook gleichbedeutend mit „Mir gefällt Dein Statement!“ oder „Klasse, hier bekomme ich Inhalt mit Mehrwert!“? Die Gleichung: „Was gefällt wird geteilt und steigt im Ranking“ ist zwar korrekt, gilt jedoch nicht uneingeschränkt.

„Social Signals binden Follower an Fanseiten, beispielsweise auf Facebook. Der Trend deutet klar auf Social SEO, der Symbiose aus SEO, Social-Media und Content Marketing.“ Oliver Marquardt

Mittlerweile existieren einige Studien, welche den Zusammenhang zwischen dem Ranking einer Website und ihren Social Signals untersucht haben. Die Ergebnisse sind zweideutig. Zum einen konnte festgestellt werden, dass Seiten mit überdurchschnittlich vielen sozialen Signalen auch auf den vordersten Rängen von Google zu finden sind. Aber: Dies sagt nichts über die Kausalität des Zusammenhangs aus. Ob Social Signals tatsächlich das Ranking der Seiten aktiv beeinflussen, ist damit nicht beantwortet.

Wieso sind Social Signals dann so begehrt?

Was kann man sich für die Marketing-Praxis mitnehmen? Ob und wie stark auf Social Signals gesetzt werden sollte, ist abhängig vom intendierten Ziel. Likes und Co. liefern wichtige Hinweise, die Aktivitäten rund um Beiträge anzuzeigen. Ob Inhalte auf Interesse stoßen oder komplett an den Anliegen der Leser vorbeischrammen, sind Kommentaren und Shares durchaus zu entnehmen, auch wenn Marketer sich nicht ausschließlich darauf verlassen sollten.

Sind Unternehmen eher daran interessiert, Google zu gefallen und damit messbaren Einfluss auf das Ranking der eigenen Webpräsenz zu erzeugen, sollte sich jedoch eher auf qualitativ hochwertige Backlinks konzentriert werden. Social Signals können einen sinnvollen Beitrag im Online Marketing darstellen, denn unabhängig von einer möglichen positiven Wirkung auf das Ranking sind sie auf die Reichweite einer Marke bedeutsam. Viel gelikte und häufig geteilte Inhalte bzw. Seiten verbreiten sich schneller und haben damit die Chance auf eine höhere Kontaktwahrscheinlichkeit zu relevanten Zielgruppen. In Sachen Reputation lohnt die Hast auf soziale Signale also allemal.

Den vollständigen Beitrag können Sie in unserer Pressemitteilung hier nachlesen.